Beiträge mit tag "Lebenshilfe

Stutz, Lass dich nicht im Stich

Pierre Stutz, Lass dich nicht im Stich Die spirituelle Botschaft von Ärger, Zorn und Wut Patmos 2017

Es geht um ein wichtiges Thema: um Gefühle. Männern wird nachgesagt, dass sie im Wahrnehmen von Gefühlen nicht die Stärksten sind, aber im Ausleben derselbigen. So auch(oder besonders?) bei der Gefühlsmelange Ärger. Psychologisch betrachtet, neigen Männer eher zum Führen eines „Rabattmarkenheftchens“ unbequemer Gefühle, dessen „Einlösung“ oft in einem heftigen Gefühlsausbruch endet.

Pierre Stutz versucht in seinem Buch, den wichtigen Gefühlen von Ärger, Zorn und Wut von der spirituellen Seite näher zu kommen. Er fragt nach den Ressourcen, die freigelegt werden können, wenn Gefühle wahr- und ernst genommen werden und sie dann auch in angemessener Weise geäußert werden. Aber was ist Mehr >

Möller-Leimkühler, Vom Dauerstress zur Depression

Möller-Leimkühler, Anne Maria, Vom Dauerstress zur Depression. Wie Männer mit psychischen Belastungen umgehen und sie besser bewältigen können. Munderfing (Fischer & Gann) 2016.

 

Innerhalb der Männerforschung erlangt das Thema Männergesundheit zurecht einen immer größeren Stellenwert. Auch wenn sich Männer eher widerwillig ihrem eigenen Körper zuwenden (und wenn, dann in exzessiver Weise durch Kraftsport oder anderem forderndem Leistungssport), wird ihnen das Kümmern um den eigenen Körper immer wichtiger. Auch der psychische Bereich, einem einstmals besonders von Männern gemiedenen Kontinent, bekommt immer mehr Aufmerksamkeit. Beratung, Coaching oder Psychotherapie werden nicht mehr verschämt verschwiegen, sondern durchaus zur Option für eine bessere Lebensqualität.

Das vorliegende Buch Mehr >

Urwin, BOYS DON´T CRY

Urwin, Boys Don´T CRY Jack Urwin, boys don´t cry Identität, Gefühl und Männlichkeit Edition Nautilus, Hamburg 2017

 

Zunächst ist mir beim ersten Lesen des Titels die Textzeile aus dem Song der Gruppe The Cure aus dem Jahr 1984 eingefallen:

But I just keep on laughing Hiding the tears in my eyes Because boys don’t cry Also Jungen (und Männer) weinen nicht. Sollten sie aber, denn sie haben allen Grund dazu: Starre Männlichkeitsbilder beherrschen noch immer die Identifikationsangebote – sei es in Erziehung, Beruf, Werbung oder Mainstream-Medien. Stark, unbesiegbar, wild und immer auf der Gewinnerspur sollen Männer sein, ob sie wollen oder nicht. Damit Männer auch Gefühle herauslassen können, müssen sie das als Jungen lernen.

Jack Urwin Urwin bezeichnet sich selber als kein Experte für Mehr >

Humbert/ Kaupp-Herdick/ Korol/ Rodiger-Leupolz/ Uhl/ Wölfle, Rituale in der christlichen Männerarbeit

Gerd Humbert, Markus Kaupp-Herdick, Andreas Korol, Michael Rodiger-Leupolz, Manfred Uhl, Norbert Wölfle

Gestärkt & Lebendig. Rituale in der christlichen Männerarbeit

 

Dieses Praxishandbuch für die christliche Männerarbeit ist ein wichtiges Buch. Es ist entstanden aus langjähriger Praxis initiatorischer Männerarbeit in der Erzdiözese Freiburg in Zusammenarbeit mit der dortigen evangelischen Männerarbeit. Und es ist für die Praxis geschrieben.

Das Buch ist u.a. deshalb wichtig, weil es einen großen theoretischen Teil beinhaltet, in dem die christliche Ritualarbeit reflektiert wird. Dadurch, dass die Autoren die christlichen Wurzeln, Begründungen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit traditionellen kirchlichen Ritualen vornehmen, hebt es sich deutlich ab von synkretistischen Männerritualen, Mehr >

Pappert, Eine geraubte Jugend

Aloysius Pappert, Eine geraubte Jugend

Kriegserinnerungen, Band 1

 

LIT Verlag 2016

 

Der 1924 geborene Aloysius Pappert wurde als praktizierender Katholik 1942 gegen seinen Willen in die Wehrmacht eingezogen. An verschiedenen Kriegsschauplätzen in Einsatz, half ihm sein Glaube, den er auch an seine Kameraden weitergab, in mehreren lebensgefährlichen Situationen. Eine geraubte Jugend ist der erste Band seiner Erinnerungen und reicht von seiner Jugend in den Vorkriegsjahren bis zum Kriegsende am 8. Mai 1945. Durch die lebensnahe Art der Schilderung stellt dieser Band ein sehr persönliches Zeitzeugnis aus einer -bisher für mich nur durch Geschichtsbücher – erfahrbaren Epoche der deutschen Geschichte dar.

 

Jürgen Döllmann

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