Gleich auf der ersten Seite steht der entscheidende Satz, der deutlich macht, warum es sich unbe-dingt lohnt, dieses Buch in die Hand zu nehmen. Denn: „Das derzeit überraschend hohe Engagement von Männern wird bislang kaum wahrgenommen“ (S.9).
Fast schon gebetsmühlenartig findet sich in der Männer- und Väterliteratur mit Blick auf die Präsenz von Vätern in Kindertageseinrichtungen immer wieder der gleiche Satz: Kindergärten sind nach wie vor frauendominierte Zonen, in denen Erzieherinnen und Mütter miteinander interagieren, während Väter eher Zaungäste sind.
Ein bisher vernachlässigtes Thema greift Steve Stiehler, Professor am Fachbereich Soziale Arbeit der Fachhochschule St. Gallen, auf: Männerfreundschaften.
Was will dieses Buch? In der Einleitung erfahren wir lediglich: „Die vorliegende Arbeit ist der erste Teil einer systematischen Theorie der Gruppendynamik“ (S. 13).