Praesentation der Maennerstudie

von links nach rechts: Franz-Josef Schwack (Präsident der GKMD), Heinz-Georg Ackermeier (Theol. Vorsitzender der Männerarbeit der EKD), Erzbischof Dr. Ludwig Schick, Ministerin Dr. Ursula von der Leyen, Bischof Dr. Wolfgang Huber

Großer Presseandrang am 18. März 2009: Die neue Männerstudie der Männerarbeit der EKD und der Gemeinschaft der Katholischen Männer Deutschlands (GKMD) wird der Öffentlichkeit vorgestellt. Mit auf dem Podium: „Männerbischof“ Erzbischof Dr. Ludwig Schick, der EKD-Ratsvorsitzende Bischof Dr. Wolfgang Huber und die Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen. Ihr Ministerium hat die Studie finanziert.

Auf eine knappe Einführung in die Studie folgten Statements.

Erzbischof Dr. Ludwig Schick: „Für die Kirche und speziell die kirchliche Männerarbeit liegt die Bedeutung der Studie darin, dass sie in wünschenswerter Deutlichkeit zentrale Herausforderungen für eine geschlechtersensible und geschlechtergerechte Männerpastoral und Männerbildungsarbeit benennt.“ Gerade angesichts des größer gewordenen Interesses von Männern an Religion und Kirche, das die Studie feststellt, betonte er: „Hier ist nicht allein nur die kirchliche Männerarbeit im engeren Sinne angesprochen, sondern dies erfordert verstärkte Anstrengungen in Seelsorge, Bildungsarbeit, Erziehung und Beratung insgesamt. Die Studie unterstreicht es: Männerarbeit ist eine kirchliche Querschnittsaufgabe!“

Der Ratsvorsitzende der EKD, Bischof Dr. Wolfgang Huber, hob das Entstehen einer neuen Vätergeneration hervor. „Inzwischen erkennen auch Männer, dass es nicht nur Verzicht bedeutet, Erwerbs- und Familienleben miteinander in Einklang zu bringen, als Väter für ihre Kinder präsent zu sein oder sich die Aufgaben fair mit ihren Partnerinnen zu teilen.“ Man dürfe im Bereich Erziehung nicht länger davon ausgehen, dass diese nur von Frauen wahrgenommen werde. Vielmehr müssten sich Männer – insbesondere als Väter oder Großväter, aber auch als Paten – verstärkt an dieser Aufgabe beteiligen.

Bundesfamilienministerin Dr. Ursula von der Leyen sagte: „Ehe, Familie, die Erziehung der Kinder und die Sorge für die Alten sind alles Ecksteine unseres sozialen Fundaments. Wie fest dieses in Zukunft steht, hängt ganz entscheidend davon ab, ob und wie schnell eine partnerschaftlichere Verteilung der Aufgaben zwischen Frauen und Männern gelingt. Die große Nachfrage nach den Vätermonaten beim Elterngeld ist ein schönes Signal, dass Bewegung reinkommt, wenn wir an den richtigen Stellen Breschen für die Wünsche junger Männer schlagen. Die vorliegende Studie zeigt gleichermaßen: Wir sind auf einem guten Weg, aber haben auch noch eine gehörige Strecke vor uns.“
Weiterhin wünschte sie sich nicht nur in den Kindertagesstätten, sondern auch im Bereich der Pflege, der von der Studie besonders in den Blick genommen wurde, mehr männliches Engagement. Gerade hier seien die Kirchen – als Träger von Caritas und Diakonie – besonders gefragt.

Zum Download:

Prof. Zulehner: Zusammenfassung wichtiger Ergebnisse der Studie (PDF; 447 kb)
Statement des EKD-Ratsvorsitzenden, Bischof Huber (PDF; 33 kb)
Statement von Erzbischof Schick (PDF; 17 kb)