Lopes, How to DAD

Jerrad Lopes, How to DAD, Warum du nicht perfekt sein musst, um deiner Familie im Glauben voranzugehen, Brunnen Verlag Gießen 2021

Jerrad Lopes ist ein christlicher Autor, Redner und Gründer von Dad Tired (Papa müde), einer amerikanischen Organisation, die sich nach eigenen Angaben darauf konzentriert, Männer so auszurüsten, dass sie ihre Familie gut führen können. Er moderiert den wöchentlichen Dad Tired Podcast , der mehr als 3 Millionen Mal von Männern aus der ganzen Welt heruntergeladen wurde.
Sein Buch „How to DAD“ist in die Teile „Das Reich Gottes um dich herum“, „das Reich Gottes in dir“ und „Das Reich Gottes durch dich“ aufgeteilt.

Was will das Buch? Der Autor beschreibt diese Frage mit den Worten „Ich wollte wissen, was die Bibel darüber zu sagen hat, wie ich meine Familie geistlich gut leiten kann“. Der Leser soll sich am Ende des Buches mehr in Jesus verlieben und dadurch seiner Familie helfen, es dir gleichzutun.
Es geht in dem Buch nicht um praktische Erziehungs- oder Glaubenstipps. Dem Autor geht es nach eigenen Angaben um Gott, der das Unnormale in unseren Herzen und Leben wieder in etwas Normales stellt. Und der seit vielen Jahren darum kämpft, unser Herz zurückzuerobern.
Weiterhin schreibt der Autor: „Gott will nicht, dass du einfach nur moralisch korrekte Kinder erziehst. Er will, dass ihre Herzen tief in seinem Herzen und seiner Liebe verwurzelt sind.“

Wenn es darum geht, das geistliche Vorbild für die Familie zu sein, leiden viele Männer an Paralyse durch Analyse. Man sollte keine perfekten Väter oder die besten Theologen, aber sie stolpern über Fehler vorwärts. Väter sollen ihre Familie zu Jesus führen. Diese Aussage kam mir doch recht einfach vor, denn viele Männer haben es nicht gelernt oder verlernt ihren Glauben weiterzugeben. )

Fazit: Du willst für deine Familie ein geistliches Vorbild sein und deinen Kindern zeigen, wie das Evangelium im Alltag funktioniert? Dann liebe deine Frau mit derselben Liebe, die Gott dir geschenkt hat. Diese Aussage in dem Buch kommt mir doch ein wenig vor. Kinder brauchen einen Vater, der seine Frau so ernsthaft liebt, wie Christus die Gemeinde liebt. Was unsere Kinder brauchen, ist Jesus. Wir sollen mit unseren Kindern über Gott sprechen, wenn wir sitzen oder wenn wir gehen.

Für mich manchmal aufgrund der Sprache und/ oder dem Habitus und der Herangehensweise etwas fremd. Der Autor benennt viele Beispiele, in denen Jesus mit dem Autor gesprochen hat. Das ist nicht ganz meine Herangehensweise an den Glauben.
Gott will einfach nur, dass du loslegst. Dieser Aufruf spricht mich an, aber wie genau? Das fehlt mir in dem Buch trotz vieler pers. Beispiele aus seinem Leben und einiger Beispiele (wie als Familie einer Hilfsorganisation vor Ort zu helfen.). Die Aussage des Autors, du musst kein perfekter Vater ist, ist mir trotz ihrer Richtigkeit ein wenig zu einfach. Außerdem legt der Autor die Verantwortung der Anleitung der Familie für den Glauben nur in die Hände des Mannes.
Ein für mich zu dem Thema Vater und Glaubensweitergabe etwas sperriger Zugang und meiner Meinung nach doch in traditionellen Familienbildern verhaftetes Buch.

Jürgen Döllmann

Stichwörter: Kirche und Theologie, Glaube, Vater

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