Beiträge mit tag "Vater und Kind

Aigner, Der andere Mann

Josef Christian Aigner (Hg.), Der andere Mann. Ein alternativer Blick auf Entwicklung, Lebenslagen und Probleme von Männern heute. Gießen (Psychosozial-Verlag) 2016.

„Schon wieder anders?!“ So könnte man, erschöpft von den Genderdebatten, Diversity-Diskussionen, Emanzipationsansagen weiblicher und männlicher Provenienz und Gleichstellungspolitiken ausrufen, wenn es um Männlichkeit geht. „Ja, zum Glück“, möchte man antworten, denn dieses Buch versucht, es sich mit der sogenannten „neuen Männlichkeit“ nicht zu leicht zu machen. „Anders“ heißt für die Beiträge in diesem Sammelband von verschiedenen Aufsätzen und Essays vor allem anders als die Skepsis gegenüber der These von der erworbenen, ererbten Männlichkeit, die überwunden werden müsse, um zu echter Geschlechtergerechtigkeit zu Mehr >

Brost/ Wefing, Geht Alles Gar Nicht

Warum wir Kinder, Liebe und Karriere nicht vereinbaren können, Reinbek bei Hamburg 2015

 

Der Untertitel verrät schon, worum es in dem Buch der beiden „Zeit“ Journalisten geht. In ihrem Kapitel „Vorweg“ beschreiben sie denn auch als Fazit, dass es einfach nicht zusammen gehe. Wir haben nicht genug Zeit für unsere Kinder, für unsere Partner und für unseren Job. Außerdem sind die Autoren verärgert: über die Politik, über die Wirtschaftslobby und auch über sich selber. Als Ziel des Buches möchten die Autoren ins Gespräch kommen und mit ihrem Buch darzulegen, dass auch Männer wahrnehmen, dass etwas schief läuft und das auch Männer sich überfordert fühlen können. Das ist vielleicht einer der Vorzüge dieses Buches, dass zwei Betroffene Männer eingestehen, wie sie sich fühlen und wie es zu Mehr >

Behse-Bartels, Vaterkompetenz aus der Perspektive von Vätern.

Grit Behse-Bartels, Vaterkompetenz aus der Perspektive von Vätern. Eine qualitative Studie in einem stigmatisierten und strukturell benachteiligten Stadtteil, Verlag Barbara Budrich. Opladen / Berlin / Toronto 2013. ISBN 978-3-8474-01063-3. 402 Seiten

 

In der Handbibliothek eine Männerarbeiters wird – so meine Vermutung  – diese Arbeit wahrscheinlich nicht  gerade griffbereit in der ersten Reihe stehen. Sie teilt damit das Schicksal so manch anderer wissenschaftlicher Arbeiten, die aufgrund ihres Forschungsgegenstandes für die Praxis der Männerarbeit interessant sind. Aber das Lesen umfangreicher wissenschaftlicher Arbeiten braucht eben Zeit und auch fachliche Kenntnisse, um sie mit Gewinn lesen können. Die vorliegende Arbeit folgt übrigens in ihrer Struktur dem erwarteten  Aufbau Mehr >

Illhardt, Sterbewache.

Arnold Illhardt, Sterbewache. Am Totenbett meines Vaters. Echter Verlag. Würzburg 2013. ISBN 9783429036294. 95 Seiten.

 

Dieses Buch von Arnold Illhard ist eigentlich kein „Protokoll dieser Nacht“, wie es der Klappentext beschreibt. Es sind eher Fragmente von Gedanken, die dem Autor am Sterbebett im Krankenhaus während des Sterbens seines Vaters durch den Kopf gehen. Und er schreibt sie nieder, ehrlich und vorbehaltlos.

Das Buch ist ein Plädoyer für ein Thema, über das kaum gesprochen wird. Arnold Illhard stellt sich gegen die Verdrängung und lässt den Leser an seinen innersten Gefühlen und Erinnerungen teilhaben. Seine bildhafte Sprache aus, was sich anders kaum ausdrücken lässt. Unterstützt werden seine Ausführungen durch Zitate, welche ihm einfallen, um das Beschriebene zu Mehr >

Franz / Karger (Hrsg.), Scheiden tut weh.

Matthias Franz / André Karger (Hrsg.), Scheiden tut weh. Elterliche Trennung aus Sicht der Väter und Jungen. Vandenhoeck & Rupprecht, Göttingen 2013. 286 Seiten.

 

In diesem Sammelband wird sehr ausführlich über das Thema Scheidung und ihre Folgen aufgeklärt. Insbesondere werden auf die psychologischen und soziologischen Aspekte eingegangen, die sehr detailliert mit Statistiken und Fallbeispielen belegt werden. Außerdem werden Hilfsprogramme und Interventionsmöglichkeiten beschrieben, die den Betroffenen, wie Alleinerziehenden oder Kindern aus Trennungsfamilien, Unterstützung bei der Verarbeitung der Trennung geben.

Im Mittelpunkt des Buches stehen die Jungen und die Väter. Jährlich sind etwa 150.000 minderjährige Kinder von der Scheidung ihrer Eltern betroffen. Da nach einer Trennung die Mehr >

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