Beiträge mit tag "Männlichkeit

Urwin, BOYS DON´T CRY

Urwin, Boys Don´T CRY Jack Urwin, boys don´t cry Identität, Gefühl und Männlichkeit Edition Nautilus, Hamburg 2017

 

Zunächst ist mir beim ersten Lesen des Titels die Textzeile aus dem Song der Gruppe The Cure aus dem Jahr 1984 eingefallen:

But I just keep on laughing Hiding the tears in my eyes Because boys don’t cry Also Jungen (und Männer) weinen nicht. Sollten sie aber, denn sie haben allen Grund dazu: Starre Männlichkeitsbilder beherrschen noch immer die Identifikationsangebote – sei es in Erziehung, Beruf, Werbung oder Mainstream-Medien. Stark, unbesiegbar, wild und immer auf der Gewinnerspur sollen Männer sein, ob sie wollen oder nicht. Damit Männer auch Gefühle herauslassen können, müssen sie das als Jungen lernen.

Jack Urwin Urwin bezeichnet sich selber als kein Experte für Mehr >

Humbert/ Kaupp-Herdick/ Korol/ Rodiger-Leupolz/ Uhl/ Wölfle, Rituale in der christlichen Männerarbeit

Gerd Humbert, Markus Kaupp-Herdick, Andreas Korol, Michael Rodiger-Leupolz, Manfred Uhl, Norbert Wölfle

Gestärkt & Lebendig. Rituale in der christlichen Männerarbeit

 

Dieses Praxishandbuch für die christliche Männerarbeit ist ein wichtiges Buch. Es ist entstanden aus langjähriger Praxis initiatorischer Männerarbeit in der Erzdiözese Freiburg in Zusammenarbeit mit der dortigen evangelischen Männerarbeit. Und es ist für die Praxis geschrieben.

Das Buch ist u.a. deshalb wichtig, weil es einen großen theoretischen Teil beinhaltet, in dem die christliche Ritualarbeit reflektiert wird. Dadurch, dass die Autoren die christlichen Wurzeln, Begründungen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten mit traditionellen kirchlichen Ritualen vornehmen, hebt es sich deutlich ab von synkretistischen Männerritualen, Mehr >

Metzger, Dammasch (Hg.), Männlichkeit, Sexualität, Aggression

Hans-Geert Metzger, Frank Dammasch (Hg.), Männlichkeit, Sexualität, Aggression – Zur Psychoanalyse männlicher Identität und Vaterschaft Gießen 2017

Mit Beiträgen von Josef Christian Aigner, Ute Auhagen-Stephanos, Heribert Blaß, Dieter Bürgin, Frank Dammasch, Mohammad Reza Davami, Michael Diamond, Peter Fonagy, Hans Hopf, Simone Korff Sausse und

Die Herausgeber sehen im Zusammenwirken von technologischen Umwälzungen, Ökonomisierung aller Lebensverhältnisse und sozialpolitisch Infragestellungen traditioneller Geschlechteraufteilung die Ursache für eine Krise traditioneller männlicher Identitätsbildung. So gibt es viele jugendliche und erwachsene Männer, die mit der Unübersichtlichkeit der Moderne nicht gut zurechtkommen. Als eine Antwort auf diese Unübersichtlichkeit sehen die Herausgeber Mehr >

Winkler, Hool

Philipp Winkler, Hool Roman Aufbau Verlag, Berlin 2016

Zorn

Mit diesem Gefühl möchte ich die Hauptfigur des Debütromans von Philipp Winkler beschreiben. Aber dieses Gefühl kennen viele Männer.

Worum geht es in dem Roman? Die Hauptfigur Heiko gehört zu einer Gruppe Hooligans des Fußballvereins Hannover 96, die ihre Tage zwischen Fitnessstudio, Spielothek, Kneipe und dem Vorbereiten auf das nächste Match bestimmt Mit Match sind Treffen mit anderen Hooligans gemeint, in denen es ums Prügeln und Verprügelt werden geht. Es ist ein Buch über die Hooligan Szene und über prekäre Existenzen.

Für Heiko bedeutet der nächste Kampf alles. Er ist voll Zorn auf alles und jeden, den er kaum verbergen oder kontrollieren kann. Eine sehr klare und brutale Sprache durchzieht denn auch das Buch, daran musste Mehr >

Aigner, Der andere Mann

Josef Christian Aigner (Hg.), Der andere Mann. Ein alternativer Blick auf Entwicklung, Lebenslagen und Probleme von Männern heute. Gießen (Psychosozial-Verlag) 2016.

„Schon wieder anders?!“ So könnte man, erschöpft von den Genderdebatten, Diversity-Diskussionen, Emanzipationsansagen weiblicher und männlicher Provenienz und Gleichstellungspolitiken ausrufen, wenn es um Männlichkeit geht. „Ja, zum Glück“, möchte man antworten, denn dieses Buch versucht, es sich mit der sogenannten „neuen Männlichkeit“ nicht zu leicht zu machen. „Anders“ heißt für die Beiträge in diesem Sammelband von verschiedenen Aufsätzen und Essays vor allem anders als die Skepsis gegenüber der These von der erworbenen, ererbten Männlichkeit, die überwunden werden müsse, um zu echter Geschlechtergerechtigkeit zu Mehr >

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