Beiträge mit tag "Kirche und Theologie

Karl/ Burger (Hg.), Religion (en) im 21. Jahrhundert

Siegfried Karl, Hans-Georg Burger (Hg.), Religion (en) im 21. Jahrhundert Zwischen Tradition und Zukunft Psychosozial Verlag Gießen 2016

Was die Zukunft der christlichen Religion angeht, hört man in kirchlichen Kreisen ziemlich oft ein trotziges Selbstmitleid: dass der christliche Glaube eh verdunste und man doch nur noch auf die „überzeugt“ Glaubenden setzen könne. Und so setzt die Kirche in weiten Teilen auf ein „mehr vom Selben“, d.h. mehr religiöse Bildung, mehr Katechese und mehr Verkündigung, neuerdings methodisch ergänzt durch „Bibel teilen.“

Wenn man wirklich mehr möchte, als dieses Kreisen um den eigenen Kirchturm, der sollte Bücher wie das vorliegende lesen.

Entstanden ist die Aufsatzsammlung aus einem KHG-Symposium der Universität Gießen im Jahr 2015, in dem Jahr, in dem die Mehr >

Von Stosch, Herausforderung Islam

Klaus von Stosch, Herausforderung Islam Christliche Annäherungen

Schöningh 2016

Der Autor, Theologe und Hochschullehrer in Paderborn fragt nach einer Möglichkeit den Islam zu verstehen. Dazu arbeitet er in seinem Buch interessante Fragestellungen auf: Der Koran  – ein Wort Gottes auch für Christen?, Glauben wir an denselben Gott?, Muhammed – ein Prophet auch für Christen? Was wir Christen von Muslimen lernen können.

Es geht also um die Unterschiede zwischen dem Islam und dem Christentum. Der Autor versucht zu zeigen, dass Unterschiede eine Bereicherung für das Christentum darstellen können und das Verschiedenheit Anlässe für Lernprozesse bieten können. Der Autor beschreibt zunächst in drei Kapiteln die Komplexe Koran, die Person Muhammad und das muslimische Gottesbild. Danach geht es in Mehr >

Krannich: Geschlecht als Gabe und Aufgabe

Conrad Krannich: Geschlecht als Gabe und Aufgabe Intersexualität aus theologischer Perspektive

Psychosozial Verlag 2016

 

 

Ausgehend von medizinisch-biologischen sowie sozialen Aspekten von Intersexualität wirft der Autor, Vikar in der evangelischen Kirche Mitteldeutschlands, grundlegende Fragen theologischer Ethik auf. Das Anliegen des Buches ist es, sich gegen die nicht hinterfragte theologische Inanspruchnahme einer vermeintlich natürlichen zweigeschlechtlichen Grundkonfiguration des Menschen zu wenden. Intersexualität bezeichnet dabei sehr unterschiedliche Phänomene, deren Gemeinsamkeit es ist, dass sie in den gängigen zweigeschlechtlichen Kategorien nicht ohne weiteres darstellbar sind.

Für den Autor wird deutlich: Das Alltagsverständnis der Mehrheitsgesellschaft von Mehr >

Birnstein, Väter in der Bibel.

Uwe Birnstein, Väter in der Bibel. 20 Portraits für unsere Zeit. Herder Verlag. Freiburg u.a. 2013. ISBN 978-3-451-30657-0.

 

Da bürstet einer die Bibel gegen den Strich einer Akzeptanz, gar Gewissheit der Segnung patriarchaler Männlichkeiten in der jüdisch-christlichen Tradition. Das macht das Buch spannend und überraschend lesenswert. Uwe Birnstein, evangelischer Theologe und Journalist, liest die Vätergeschichten der Bibel mit dem Blick eines modernen Mannes, dem seine eigenen Gefühle, die eigene Identität und sein heutiger wissender Verstand zur Richtschnur der Interpretation werden. Die klassischen, in der kirchlichen Männerarbeit gerne zitierten Biografien von Adam bis Josef aus Nazareth werden einer Re-Lecture unterzogen, deren Topoi z. B. sind: Verantwortung für die Kinder, Mehr >

Wolff, Wie Phönix aus der Asche.

Stefan Wolff, Wie Phönix aus der Asche. Kraft-Rituale für Männer. Kösel-Verlag, München 2011. ISBN: 978-3-466-36850-1. 223 Seiten.

Kein Zweifel: Dieses Buch wird seine Leser (und wohl auch so manche Leserinnen) finden. Spannend, authentisch und engagiert erzählt Stefan Wolff von dem, was er selber und die Männer, die sich zu seinen Männer-Initiationskursen anmelden, dort an Existentiellem erlebt haben. Seine männlichen Leser lädt er mit konkreten Übungen und Anleitungen an, selber solche Rituale für sich oder mit anderen zusammen auszuprobieren. Seine eigentlichen Adressaten sind daher Männer, die bereit sind, „sich selbst auf den Grund zu gehen“, und nicht mehr „ein Leben auf Sparflamme“ (S.27) leben wollen. Sein mythopoetischer Ansatz mit den vier Archetypen des Kriegers, Liebhaber, Mehr >

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