Markus Hofer, Wilde Orte. Franz von Assisi und seine Einsiedeleien. Tyrolia-Verlag, Innsbruck – Wien 2004. ISBN 3-7022-2599-4. 44 Seiten, 20,5 x 23,5 cm (Querformat), € 14,90.

 

Markus Hofer, Männerreferent in der Diözese Feldkirch, ist als Autor zum Thema „Franz von Assisi“ wahrlich kein Unbekannter. Aus seiner Beschäftigung mit diesem vielgedeuteten und in der Deutung vielfach „gezähmten“ Heiligen ist jetzt ein kleiner Bildband erwachsen, der auch das fotografische Talent des Autors offenbart.

Hofer stellt die Orte vor, an denen sich Franziskus v. a. in seinen späten Jahren zurückzog, im Schatten von Krankheit und nahendem Tod; doch gerade da erfuhr er die „wahre Freude“. Mit erzählenden und meditativen Texten und eindrucksvollen Bildern bringt Hofer dem Leser auch diese Seiten des Lebens nahe, denen sich letztlich niemand entziehen kann. Franziskus wird so zum spirituellen Führer, der durch die „wilden Orte“ spricht: Einsiedeleien, aber auch bloße Felsnischen und Höhlen.

Wie auch in früheren Büchern macht sich Markus Hofer auch hier wieder auf die Suche nach dem „wilden“ Franziskus und seiner „männlichen Spiritualität“. Ergebnis ist ein Buch, dessen Bilder und Texte gerade für die Männerarbeit nutzbar sind.

 

Martin Hochholzer