Die Gemeinschaft der Katholischen Männer Deutschlands (GKMD) will sich in ihrer politischen Arbeit in der Zukunft verstärkt für den Ausbau von Männerberatungsstellen in Deutschland einsetzen. Auf seiner letzten Sitzung vor der Sommerpause hat das Präsidium der GKMD beschlossen, in enger Zusammenarbeit mit dem SKM – Katholischer Verband für soziale Dienste in Deutschland – Bundesverband e.V. und Eupax entsprechende Initiativen und Projekte auf den Weg zu bringen.
Hubert Frank, Vizepräsident der GKMD, ausgebildeter Männerberater und Mitglied bei Eupax (Männertelefon) , betonte bei der Sitzung, dass Männer sehr wohl Beratungsangebote nutzen, wenn diese passgenau auf ihre Bedürfnisse und Lebenslagen ausgerichtet sind und die Beratung „von Mann zu Mann“ erfolge. Dies zeigen Erfahrungen aus Österreich, wo in den letzten Jahren verstärkt Männerberatungsstellen mit professionell ausgebildeten Männerberatern eingerichtet wurden. „Dass Männer beratungsresistent sind, sei ein hartnäckiges Vorurteil“, so Frank. „Männer wollen in der Beratung einerseits einen Profi, andererseits einen ganz normalen Mann.“
In der Gemeinschaft der Katholischen Männer Deutschlands (GKMD) sind die Diözesanstellen für Männerseelsorge und 19 katholische Verbände zusammengeschlossen. Die GKMD ist Mitglied des Bundesforums Männer, des bundesweiten Interessenverbandes für Jungen, Männer und Väter.